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MOVES Newsletter April

Besuch in Podebrady

Endlich ist es soweit. Das Warten hat ein Ende. Die Schüler des Projektes möchten endlich ihre Spiele, die in der Schule ausgewählt wurden, vorstellen und mit anderen ausländischen Jugendlichen ausprobieren. Die Rodalber haben Indiaca, ein dem Volleyball ähnliches Rückschlagspiel, und Tschoukball, ein mit einem Handball gespielten Mannschaftssport, mit auf die Reise nach Tschechien genommen.

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Vom Pirmasenser Bahnhof beginnt die Reise mit einem Kurierdienst, der bereits in der Vergangenheit mit der Berufsschule zusammengearbeitet hat. In Saarbrücken besteigen sieben Schüler und ihre drei begleitenden Lehrer dann die leuchtend gelben Fernbusse, die uns in einer Nachfahrt in die tschechische Hauptstadt Prag bringen. Dort verbringt die Gruppe den ersten Tag und bestaunt die Sehenswürdigkeiten dieser beeindruckenden Stadt. Am späten Nachmittag treffen wir am Hauptbahnhof die mit dem Flugzeug angereisten Teilnehmer aus der Türkei, Italien und Spanien. Bei den Lehrern herrscht große Wiedersehensfreude, die Schüler knüpfen erste schüchterne Kontakte. Während alle Teilnehmer in Nymburg übernachten, haben die Italiener leider kein Quartier in dem Hostel mehr bekommen und wohnen in Podebrady. Abends stoßen die polnischen Schüler und Lehrer dazu. Nun sind alle Gruppen, die aus zwei bis drei Lehrern und sieben bis acht Schülern zusammengesetzt sind, anwesend.

Die nächsten zwei Tage sind von harter Projektarbeit geprägt. Wir treffen morgens in der tschechischen Berufsschule ein. Diese Schule besitzt einen landwirtschaftlichen Schwerpunkt. Bei einem gemeinsamen Rundgang können die Jungen und Mädchen hautnahen Kontakt mit den Schweinen, Ziegen und Kühen aufnehmen. Für manche anscheinend eine völlig neue Erfahrung.

 

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Der erste Arbeitstag ist geprägt von den Präsentationen der Schüler, die ihre Spiele den anderen Jugendlichen vorstellen. Wir werden mit den Regeln und den Zielen von Spielen, die uns vorher unbekannt waren, vertraut gemacht. Am Ende der Präsentationen stehen die einzelnen Spiele fest:

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Nachdem wir die endgültigen Spiele ausgewählt haben, stellen uns die türkische und die spanische Gruppe ihren hochwertigen Projektkalender vor, der sich unter vielen, ähnlich ansprechenden Vorschlägen durchgesetzt hat.

Zum Schluss stimmen die Lehrer und Schüler über unser gemeinsames Logo, welches MOVES repräsentieren soll, ab. Jedes einzelne Teilnehmerland hat einen Entwurf, der sich an der jeweiligen Schule durchgesetzt hat, mitgebracht. Alle Vorschläge erhalten mehrere Stimmen, letztendlich setzt sich mit einer Stimme Vorsprung der polnische Vorschlag durch.

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Am nächsten Tag beginnt endlich das Ausprobieren unserer Spiele. Schnell vermischen die Gruppen und Jugendliche verschiedener Nationen spielen gemeinsam. Parallel dazu versammelt unsere Projektkoordinatorin, Annett Krill, jeweils einen Lehrer und zwei Schüler jedes Landes, um die Ziele für unser nächstes Treffen in Spanien festzulegen. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, dieses Treffen zu bewerten. Annett Krill verteilt mitgebrachte Bewertungsbögen, die von Lehrern und Schüler ausgefüllt werden. Die Ergebnisse werden in Rodalben ausgewertet und sollen wertvolle Hinweise für das nächste Treffen in Spanien liefern.

Nach der offiziellen Verabschiedung endete der Pflichtteil der Veranstaltung und die Teilnehmer nutzten noch die Chance, Land und Leute kennenzulernen.

Podebrady selbst zeigt sich als idyllische Kurstadt mit einem zum Verweilen einladenden Park, den uns einige tschechische Schüler am Freitag zeigen. Nach der Arbeit am Donnerstag spazieren wir von Podebrady nach Nymburg an der Elbe entlang, eine nicht enden wollende Wanderung. Abends müssen wir dann alleine Nymburg erkunden, tschechische Begleiter sind leider nicht anwesend.

Den Samstag verbringen wir gemeinsam in Prag und genießen das Flair dieser Metropole. Um 18:00 heißt es dann Abschied nehmen. Die Herzlichkeit der Verabschiedung dokumentiert, wie nahe sich Betreuer und Schüler während dieser Tage gekommen sind. Für uns bedeutet das, dass sich die Arbeit und Mühe für unser Projekt lohnt.

Wir kehren als einzige nach Nymburg zurück und verbringen eine letzte, diesmal viel ruhigere Nacht in unserer Unterkunft.

Am Sonntag finden wir in Nymburg ein typisch tschechisches Gasthaus, welches uns mit einem vorzüglichen Essen verwöhnt. Wir verlassen Nymburg, gönnen uns noch einige Stunden Prag und fahren um 23:00 Uhr mit unseren gelben Bussen zurück nach Deutschland.

Zuhause gibt es zu unserer Überraschung etliche Fragen, ob man noch am Projekt teilnehmen könne. Anscheinend animieren die schönen Erlebnisse andere Schüler, Projektarbeiten auf sich zu nehmen, um ähnliche Erfahrungen machen zu dürfen.

Deshalb ist das Interesse bei den Schülern groß, mit auf das nächste Treffen nach Spanien zu fahren, wo wir dann vorstellen werden, mit welchen Marketingstrategien unsere Schüler ihre Spiele einem breitem Publikum zugänglich machen wollen.

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